BRIOLAS

Optische Technologien sind eine Schlüsseltechnologie für Industrieländer. Deutschland – traditionell stark in der Fertigungstechnik – ist führend in der Lasertechnik und weltweit ganz vorne bei der Lieferung von Laserquellen und Lasersystemen, speziell für die Materialbearbeitung. Dies ist sicher eine Folge der einmaligen Infrastruktur von Instituten, die der Industrie mit Ergebnissen aus der Grundlagen- und angewandten Forschung zuarbeiten, aber auch ein Erfolg der Förderpolitik der Bundesregierung, die vorwettbewerbliche Entwicklungen in wirtschaftlich wichtigen Bereichen unterstützt.

Bereits in den späten 80er und frühen 90er Jahren wurde die Lasertechnik, vorwiegend Gas- und Festkörperlaser, im Rahmen des Förderkonzepts “Laserforschung und Lasertechnik” unterstützt. Von 1993 bis 2002 lief das Förderkonzept “Laser 2000″, in dem bereits zwei Förderinitiativen mit dem Schwerpunkt “Diodenlaser” enthalten waren: Novalas (Innovative Lasersysteme auf der Basis von Halbleiterlasern) und MDS (Modulare Diodenlaser Strahlwerkzeuge) haben den Weg bereitet für die industrielle Anwendung der Diodenlaser-Technologie, sowohl als Komponente in diodengepumpten Lasersystemen als auch in der direkten Anwendung.

Das aktuelle Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) “Optische Technologien – Made in Germany” spiegelt die Wichtigkeit der Optischen Technologien (Internet-Portal Optische Technologien) als Schrittmacher für die moderne Wirtschaft und Gesellschaft wider. Verschiedenste Aktivitäten werden in folgenden drei Hauptkategorien durchgeführt:

  • Optische Systeme der nächsten Generation,
  • Innovative Anwendungen von
    Licht für Mensch, Produktion und Umwelt und
  • Schaffung günstiger Start- und Rahmenbedingungen.

Die Förderinitiative BRIOLAS (Brillante Diodenlaser) fällt in die erste Kategorie und verfolgt die wachsenden Anforderungen des Marktes an Brillanz und Zuverlässigkeit von Hochleistungs-Diodenlasern. In zehn Verbundprojekten im BRIOLAS-Projektverband werden unterschiedlichste Aspekte der Diodenlaser-Technologie beleuchtet: Der Bogen spannt sich von der Halbleiterphysik, deren Verständnis zur Verbesserung von Leistung, Lebensdauer und Effizienz unabdingbar ist, über Montage- und Kühltechnik und verschiedene diodengepumpte Laseranordnungen bis hin zu Anwendungen in der Materialbearbeitung, der Medizin und der Displaytechnik.

Die Förderinitiative, für die ein Projektvolumen von etwa 60 Mio. € vorgesehen ist, hat in der zweiten Hälfte des Jahres 2004 mit den Teilprojekten BRILASI und VISULASE begonnen. Bisher wurden 13 Verbundprojekte, von denen jedes eine Laufzeit von drei Jahren haben wird, gestartet:

  • ALFAMOS
    Faseroptisch integrierte Nanosekundenstrahlquelle hoher Leistung für die Mikromaterialbearbeitung
  • BRILASI
    Brillante Hochleistungs-Diodenlaser für Industrieanwendungen
  • BRIMO
    Neue hybride Montagetechniken für eine automatisierbare und kostengünstige Herstellung von langzeitstabilen und in ihrer Leistung skalierbaren Hochleistungs-Diodenlaser-Quellen
  • FABRI
    Faserlaser höchster Brillanz
  • HELIOS FL
    Hochbrillante multi-kW Faserlaser für den industriellen Einsatz
  • LADICOR
    Laserdiodengepumpte Compound-Resonatoren
  • PROPSYS
    Produktionstechnik optischer Systeme für Hochleistungsdiodenlaser
  • ROFALAS
    Einsatz innovativer Laserstrahlquellen für das scannerlose, robotergeführte Schwei├čen von Leichtbauwerkstoffen.
  • ROLAS
    Rote Halbleiterlaser-Lichtquellen für medizinische Anwendungen
  • SCHARP
    Schädigungsarmes und produktives Mikroschwei├čen
    mit brillanten Strahlquellen
  • SEFALAS
    Seitengepumpte Hochleistungs-Faserlaser auf der Basis neuartiger Fasertechnologien
  • TRUST
    Zuverlässigkeitsanalytik brillanter Hochleistungs-Diodenlaser in industrierelevanten Betriebsregimen
  • VISULASE
    Visualisierung mit Halbleiterbasierten RGB-Lasern im Automobil- und Konsumerbereich

Ansprechpartner

Dr. Friedrich Bachmann
LUMERA-LASER GmbH
Postfach 1334
83603 Holzkirchen
e-mail: bachmann@lumera-laser.com
Tel.: (08024) 992045
Fax: (08024) 992050

Kontakt beim Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH

Dr. Peter Soldan
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
e-mail: soldan@vdi.de
Tel.: (0211) 6214-366
Fax: (0211) 6214-484